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Next Goal: Bahamas

Die EPT Portugal ist verdaut, die Casino Schweizermeisterschaft hinter mir, Zeit für das nächste Ziel…

BAHAMAS!


Der offizielle Name lautet PCA Bahamas, wobei PCA für PokerStars Caribbean Adventure steht und zur Turnierserie der EPT gehört. Da die Bahamas aber nicht in Europa liegen, konnte das Kürzel EPT nicht verwendet werden.

Am 2. Januar 2010 gehts los mit den Delta Airlines über Atlanta mit dem Reiseziel Nassau, genauer gesagt Paradise Island. Mein Bruder Dominic wird mich auf diesem Trip begleiten.

User Hotel wird das Atlantis Hotel sein, welches wie eine Art Schloss/Burg mit zwei Türmen aufgebaut ist. Durchschnittspreise für ein Hotelzimmer pro Nacht, ca 450$ !

Die Struktur wird die Gleiche sein wie bei den EPT’s, ausserdem bietet die PCA ein riesen Rahmenprogramm. Weitere Informationen zum Event finden Sie auf der offiziellen Homepage:

http://www.europeanpokertour.com/de/tournaments/pca/index.html

Bei der Registration für den Event, habe ich den Tag1b als meinen Starttag ausgewählt. Das wäre der 6. Januar.

Grosse Vorbereitungen für den Event habe ich nicht getroffen, wie meine Packliste aussieht sollte auch allen klar sein :)

Falls jemand noch Prozente kaufen will, schreibt doch bitte eine Mail an mich danielwalter(at)gmx.net. 1% = 110$ oder CHF.

Weitere Updates werden vor Ort folgen, zuerst kommen jetzt die Festtage :)

Posted in Bahamas, PCA, Pokerstars, raz0r.


Schweizer Casino-Meisterschaft – und wieder einmal die Asse…

Warum gehe ich an kleineren Turnieren den Assen aus dem Weg, laufe an den grossen Events aber in den dümmsten Momenten in sie rein?

Gestern Donnerstag um 19 Uhr war es endlich soweit, das Poker-Highlight der Schweiz! An Tag 1C nahm ich die Schweizer Casino-Meisterschaft im Texas Hold’em im Grand Casino Baden in Angriff. Die Badener Turnierleitung startete rechtzeitig das Turnier und hatte wie gewohnt alles voll im Griff. Das Buy-In betrug 4000 Franken, dafür bekam man 10′000 Chips und weitere 10′000, wann immer man wollte (sog. “Double Chance”). Die Blinds wurden alle 45 Minuten erhöht.

Links von mir sass die deutsche “Luckbox” Sebastian Ruthenberg, hin und wieder kamen wir sogar ein bisschen ins Gespräch, da ich ihn beim Hinsetzen mit den Worten begrüsst hatte: “Immer schön, eine Luckbox auf der linken Seite zu haben.” Er meinte nur: “Am Anfang des Turniers ist es noch nicht so schlimm.” ;-) Weitere bekannte Namen am Tisch waren Vito Branciforte, Urs Bätschmann und Oezkan Tok.

Ich begann das Turnier solide und spielte nur mit ausgewählten Händen. Wie immer liess ich mich auf keine grossen Pots ein und konnte meinen Stack trotzdem gezielt und konstant aufbauen. Teilweise durch schöne Treffer, aber auch mit ein paar gut platzierten Conti-Bets.

Dann kam eine Schlüsselhand:

Nachdem Level 4 zu Ende war und jeder seine Double-Chance-Karte hatte einlösen müssen, stiegen die Blinds auf 200/400. Ein neuer Spieler, Mick Wittig, sass seit etwa zehn Händen Händen an unserem Tisch, und es sollte das erste Duell zwischen uns beiden geben. Mein Chipstand betrug 25′000, Mick hatte rund 21′000 und der Average lag bei 23′600.

Ich mittlerer Position raiste ich mit Königen auf 1100, Mick erhöht auf 3000 und ich überlege mir, was ich machen soll. Nur zu callen kommt nicht in Frage, ich muss herausfinden, wo ich stehe, und erhöhe nochmals auf 8000. Nun geht dieser nach kurzer Überlegenszeit All-In und es gibt nur noch eine Hand, die mich schlägt. Seine Range besteht wohl aus QQ+ (also Damen, Könige oder Asse) und As-König, gegen die ich mit 57 Prozent vorne liege, also calle ich. Und er deckt tatsächlich zwei Asse auf.

Der Flop kommt Dame hoch, eine 8 auf dem Turn bringt mir sogar noch den Flush Draw, aber leider kommt dieser auf dem River nicht an, und mir bleiben nur noch 4000 Chips.

Zwei Hände später pushe ich das erste Mal, ich sitze under-the-gun mit KQs, alle meine Gegner folden. Drei Hände später erhalte ich wieder die Könige, und Vito Branciforte erhöht auf 900. Ich gehe All-in mit meinen rund 4000 Chips und er callt nach längerem Überlegen mit A7s. Der Flop bringt nur kleine Karten, aber einen Flush Draw für ihn. Zum Glück trifft er ihn nicht, und mein Stack wächst wieder auf 8000. Kurz darauf wird mein Tisch aufgelöst, ich werde an Tisch 2 versetzt.

Bekannte Gesichter an meinem neuen Tisch waren Heinz Kamutzki, Moritz Kranich, Claudia Sternberg und natürlich Sandra Naujoks. Die Blinds waren mittlerweile bei 400/800 angelangt und ich besass noch 7300 Chips, was etwa 9 Big Blinds entsprach. Sandra Naujoks, die etwa jede dritte Hand spielte, darunter auch Raises mit Händen wie 96, eröffnete mal wieder under-the-gun auf 2100. Ich finde im Cutoff 77 und pushe all-in. Ohne mit der Wimper zu zucken füllt Naujoks mit KJo auf und trifft auf dem Flop gleich den König, auf dem Turn den Buben – und ich auf dem River nicht die 7.

Enttäuscht verliess ich den Tisch, immerhin wusste ich jetzt wieder, wie es sich anfühlt, einen Coinflip zu verlieren. ;-)

Kurzum: Ich habe in diesem Turnier keinen Fehler gemacht, ich würde alles wieder gleich tun. Es sollte einfach nicht sein. Die Frage stellt sich aber trotzdem, warum ich viele kleinere Turniere spielen kann und nie gegen Asse laufe, mir genau das aber an der EPT mit As-König und an der Schweizer Casino-Meisterschaft mit einem Paar Königen passiert.

Ich werde nicht aufgeben. Auf ein Neues!

Bis spätestens von den Bahamas

raz0r

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Review Staatsmeisterschaft in Wien

Wie bereits bekannt ist, konnte ich Anfangs Oktober das Turnier im CCC Bregenz gewinnen (Ergebnisse), welches zur Pokertour.at gehört. Damit inbegriffen war ein Ticket (200+20€) für die Staatsmeisterschaft in Wien, wo alle Personen teilnehmen können die an einem Pokertour-Event gecasht haben.

FREITAG

Letztes Wochenende war es soweit, ich flog mit 2 Kollegen (choeli und dpo) nach Wien. Am Freitag, den vierten Dezember ging das Abenteur mit der Swiss los. Am Flughafen in Wien, wurden wir von der Konkurrenz, nämlich dem Montesino Shuttle abgeholt und direkt zum Montesino Card Casino gebracht, wo wir am Abend das 56€ Rebuy Turnier spielten.

montesino-logo

Dieser Transport war gesponsert, weil ich dazumals noch in Portugal die Event-Managerin an der Bar kennengelernt habe und diese vom PokerGrandSlam-Event Werbung machte. Eine nette Geste finde ich! 36€ gespart :) Ship it! Fast ein Rebuy ^^

poker-area

Das Montesino ist in einem grossen Einkaufszentrum zuhause. Das Check-In ging schnell, jede Person erhält eine goldene, kostenlose Memberkarte, die Garderobe ebenfalls. Anschliessend gehts zum Buy-In Corner um sich für die Turniere zu registrieren und einzuzahlen.

Das Turnier begann pünktlich, es handelte sich um ein unlimited Rebuy-Turnier mit 1500 Chips, ein Rebuy kostet 50€ und ist jederzeit möglich falls man ausscheidet oder unter 1500 Chips ist. Die ersten 3 Levels waren 30 Minuten lang und danach konnte noch ein Addon getätigt werden, welches ebenfalls 50€ kostete und 3000 Chips wert hatte. Nach der Addon-Phase, dauerten die Blindstufen nur noch 20 Minuten. Ich setzte mich also an den Tisch, wo bereits 4 andere Personen sassen. Wie es sich gehört, machte ich gleich einen Rebuy um Doublestaked zu spielen.

Ich konnte bereits in meiner zweiten zugeteilten Hand verdreifachen! Ich erhielt Pocket Nines und raiste vierfach. Ich bekam 2 Callers. Der Flop war 345 und beide Gegner gingen vor mir Allin. “Oh mann, die sind ja crazy” dachte ich mir und callte, ich hätte mich ja wieder einkaufen können… Ich sah A5 für Top-Pair/Top-Kicker und 47 was ein Middle-Pair und Gutshot bedeutete. Mein Kollege, der gleich am Tisch nebenan sass war verwundert das er bereits “Hooooldem” von mir hören musste :) Es hielt… zum Glück. An weitere Hände mag ich mich nicht so sehr erinnern, ausser an diese wo ich ausgeschieden bin. Ich habe keine Ahnung wie ich so schlecht spielen konnte… aber ich will es euch nicht vorenthalten:

Alle Spieler foldeten, der Smallblind füllte auf und ich checkte mit J5o. Der Flop brachte KJ6 und Villain checkte. Keine Ahnung was ich mir dabei dachte, aber in über 95% der Fälle spiele ich hier an, aber ich checkte. Der Turn brachte eine Dame und mein Gegner spielte plötzlich an. Ich fragte ihn “Hast du die Dame?” und er bestätigte. “Ja was, schnick schnack” redete ich mir ein und callte. Nun checkte mein Gegner Blind bevor der River kam und es erschien tatsächlich eine 5 für zwei Paar. Ich raiste für Value und bekam einen Reraise um die Ohren welches mein Allin bedeutete. Zähneknirschend callte ich um Q5 zu sehen und Busto. Das war doch recht hart für mich, hätte ich den Flop angespielt, hätte er sofort gefoldet. Fragt mich nicht warum ich nicht raiste, ich kann es auch nicht erklären.

Anschliessend lungerten wir noch bisschen im Montesino herum, meine Kollegen spielten 7-Card-Stud und anschliessend war ich beim Double Aces auch dabei. (eine Variante von Blackjack, aber die Nuts sind hier AA und das Ziel ist es 22 zu bekommen) Ein Gratis Tipp, spielt es nicht! Ihr habt noch weniger Chancen als im Blackjack. Danach bezogen wir das Hotel, schliefen aus.

SAMSTAG

Wir begaben uns mit dem Taxi zum CCC in Wien-Prater wo die Staatsmeisterschaft stattfinden sollte. Zum Frühstack gab es ein Wiener-Schnitzel, welches für den Rest des Tages genügen sollte :) Zum CCC gibts nicht berauschendes zu sagen, unten ist ein kleines Casino zuhause und im zweiten Stock befinden sich um die 30-40 Tische. Es war gerade noch die Landesmeisterschaft im Team-Wettbewerb im Gange. Nun zu den Turnierinfos der Staatsmeisterschaft:

Turnierinfos für 2 Tagesevent
Teilnehmer: 211
Stack: 10′000
Blindlevels: 45 Minuten
Levels Tag 1: 11
Buy-In: 200+20€ (gesponsort)

Ich hatte das Glück bis fast am Ende des ersten Tages am gleichen Tisch zu sitzen, spezielle Situationen habe ich nicht mehr im Kopf, ausser dass ich 2 Hero calls machte, wo ich den Gegner wirklich auf busted Draws setzte. Ist immer wieder ein gutes Gefühl auf dem River eine Overbet mit second oder third Pair zu callen :) Den ersten Tag beendete ich als Zweiter in Chips, nämlich exakt 124′600. Chipleader besass um die 156k.

dani

SONNTAG

Am Tag 2 gab es einen Redraw für die 29 übrig gebliebenen Teilnehmer, 21 durften sich über Geld freuen. Als noch 22 Personen übrig und 3 Hände gespielt waren im Hand-by-Hand Modus, ist mir fast der Kiefer runtergefallen. Der Turnierdirektor nahm das Wort “Deal” von sich aus in den Mund. Hallo? Ist das nicht eine Sache der Spieler? Natürlich waren alle begeistert, ausser ich nicht so, da es doch einige Shortstacks gab die bald mal moven mussten. Schlussendlich entschied ich mich aber trotzdem dazu. Finde ich nicht so einen professionellen Zug.

Mein Turnier endete auf jedefall an elfter Stelle, als Finaltable-Bubble :( Ein tighte Dame ging Allin, die andere Dame im Smallblind ebenfalls (ihr Chipstack war aber irrelevant, da dieser weniger als ein Bigblind betrug) und ich finde im Bigblind AQ und entschliesse mich zu callen, da ich wegen Kartentods unter Average gefallen bin. Meine Gegnerin präsentiert mir AJ und der Shortstack QT. Der Flop brachte 345 und dann kam der schreckliche Turn mit einem Jack… unglaublich! Nun war ich gecrippled und schob nächste Hand alles rein mit K7 und traf im Bigblind auf KJ. Aus die Maus! 635€ gabs noch als Schmerzensgeld.

Ergebnisse und Chipstände nach Tag 1

Den Abend liessen wir mit Online-Poker im Montesino und 2 Flaschen Havanna Rum Cola ausklingen, bevor es am Montag bereits wieder zurück in die Schweiz ging.

Die Österreicher sind coole Typen! Alle offen und freundlich und haben einen lustigen Dialekt :) “Mei bist du deppert?”

Gerne auf ein Neues!

Posted in CCC, Hooooldem-Crew, Montesino, Pokertour.at, Wien.


Meine erste EPT (Portugal)

Wie einige von euch bereits wissen, habe ich am Swiss Masters im vergangenen August drei EPT-Packages gewonnen. Das erste habe ich vor drei Wochen eingelöst, nämlich für die EPT Vilamoura in Portugal.

Ich will hier gleich an erster Stelle ein grosses Lob an PokerStars richten. Als ich damals am Swiss Masters den Gutschein in die Hand gedrückt bekam, wusste ich nicht genau, wie das alles ablaufen wird und ob ich mich selbst um alles kümmern muss.

Nichts da, ich bekam von Rino Mathis eine E-Mail-Adresse, da habe ich mich jeweils bis spätestens einen Monat vor Turnierbeginn für ein EPT-Event anzumelden. Anschliessend bekomme ich 1000 Dollar Reisespesen, diese sind für den Flug gedacht, den ich selber buchen muss. Fliege ich nach Portugal, ist das ein schöner Betrag, da sich die Flugkosten lediglich auf rund 550 Franken belaufen, den Rest darf ich behalten. Für das PCA Bahamas hingegen kostet der Flug 1300 Franken, da muss ich wiederum ein bisschen drauflegen. Im Grossen und Ganzen gleicht es sich wohl wieder aus. Für das Hotel bekam ich jeweils zwei bis drei Wochen im voraus eine E-Mail von PokerStars, wie und wo ich das Zimmer buchen konnte. Das Buy-In wird von PokerStars übernommen, ich muss mich nur beim Desk melden. Das nenne ich Service!

Den restlichen Ablauf eines solchen Turniers habe ich in acht Phasen unterteilt. Wer weiss, vielleicht kommt ja bald einer von euch zu einer Gratis-EPT-Teilnahme und kann mein Manual als Anleitung brauchen?

Phase 1: Packen.

Ich nahm folgendes mit:

- Pass und Flugtickets natürlich
- Adresse des Hotels, Infos zu Taxi-Gebühren
- Unterlagen über das Turnier (Blindstruktur…)
- Sonstige Lektüre
- MP3-Player, Kopfhörer, Ladegerät
- Notebook, Maus, Netzteil, Strom-Adapter/-Wandler
- Kamera mit Ladegerät
- Handy mit Ladegerät
- Bargeld in der Landeswährung
- Kreditkarte
- Kartenset (kann nie schaden)
- Sonnenbrille

Kleider und Schuhe und so nahm ich natürlich auch mit, aber da muss ich ja jetzt nicht weiter darauf eingehen. ;-)

Phase 2: Heimisch werden.

Willkommen Portugal, hiess es am 14. November. Mit einem Kollegen flog ich über Lissabon nach Faro, wo wir zu unserem bezahlten 5-Sterne-Hotel “Tivoli” chauffiert wurden. Ankunft am EPT-Standort.

Natürlich wird zuerst das Hotelzimmer in Beschlag genommen, alles ausgepackt und eingerichtet, man soll sich ja schliesslich zuhause fühlen. Ebenfalls zu den ersten Tätigkeiten gehörte, das Ticket zu besorgen, den Starttag herauszufinden (PokerStars-Qualifikaten werden ausgelost, der Starttag ist nicht frei wählbar) und ein Einkaufszentrum aufzusuchen (Minibar wird schnell sehr teuer). Auch ein Besuch im Casino gehört natürlich dazu, man will den Arbeitsplatz ja sehen.

Mir wurde der Starttag 1a zugewiesen. Obwohl ich jeweils lieber am letzten Tag 1 spiele, fand ich mich damit zurecht. An dem solls ja schliesslich nicht scheitern ;-)

Phase 3: Das Turnier

Genug lange gewartet, am 17. November um 12 Uhr mittags begann das erste EPT-Turnier meines Lebens. Eigentlich war es wie bei jedem Turnier, vor Turnierstart mag ich eigentlich nicht viel sprechen und versuche mich auf die bevorstehenden Stunden zu fokussieren. Nervös war ich eigentlich nicht, denn es war ja nicht mein grösstes Turnier bis anhin. Im Sommer hatte ich bereits den WSOP Main Event erlebt.

Jeder Spieler begann mit 30′000 Chips, die Levels dauerten eine Stunde, alle zwei Stunden wurde Pause gemacht. Wir begannen bei 50/100, also 300 Big Blinds deep. That’s Poker!

Eine kleine Zusammenfassung von Tag 1 will ich euch nicht vorenthalten:

Ich bekam im ersten Level zwei Mal die Asse, konnte mir aber nicht mehr als die Blinds ergattern. Weitere Hände bis zur ersten Pause waren  (drei Mal) und ein Mal , und ich gewann jede Hand, die ich spielte. Mein Stack wuchs bis zur ersten Pause langsam und konstant auf 33.5k.

Ausserdem musste bereits einmal wegen mir der Floorman herbeigerufen werden. ;-) Das kam so: Alle folden zu mir, ich bin im SB bei Blinds 75/150. Ich habe und will auf 550 raisen. Jetzt liegen bereits 3 grüne 25er-Chips vor mir, ich nehme einen raus und lege einen violetten 500er rein. Der Dealer sagt gleich “That’s a call!” und ein weiterer Spieler am Tisch meint das auch. Ich bin mucksmäuschenstill und will keinen Terror stiften, darum sage ich ok, aber der Dealer kam mir zuvor und rief den Floorman, da er selber nicht sicher war. Der Floorman hörte sich ruhig die Situation an und entschied dann, dass es sich um einen Raise handelt, da ich einen Chip rausgenommen und einen anderen reingelegt habe. Hätte ich den 500er zu den 75 reingelegt, wäre es nur ein Call gewesen. Hehe, wäre das also auch geklärt ;-)

In den Levels 3 und 4 foldete ich zwei Mal , nachdem vor mir geraist und gereraist wurde. Zwei Mal machte ich mit einen 3-Bet, stets gewann ich die Chips. Stand nach vier Levels: 34k. In Level 5 und 6 erlebte ich den Kartentod, ich raiste einmal , alle foldeten, und als ich raiste, pushte ein Short Stack mit , ich musste nur noch 3 Big Blinds nachzahlen, callte und gewann. Mein erstes EPT-Opfer. ;-) Stand nach sechs Stunden: 40k.

In den letzten beiden Levels des Tages wurde gleich nach der Pause Shaun Deeb an meinen Tisch gesetzt. Na, das kann ja heiter werden! Wurde es auch, er raiste etwa jede dritte Hand, konnte aber auch folden, falls er geraist wurde.

Dann kam es zu meiner heikelsten Situation an Tag 1. Antony Lellouche, einer der aktivsten Spieler am Tisch, raiste standardmässig auf dem Button, nachdem alle gefoldet hatten, dies machte er schon den ganzen Tag und ich foldete meist. Drei Mal hatte ich mit marginalen Händen nur gecallt und nun war der erste Reraise an der Reihe. Ich hielt in meinen Händen. Antony raist auf 2k, bei Blinds 400/800, ich reraise ihn auf 6.5k, worauf er nach kurzer Überlegenszeit 15k reinstellt. “Der wird jetzt wohl nicht in genau dieser Hand ein Monster halten”, sagte ich mir. “Du verhältst Dich jetzt, als hättest Du mindestens ein paar Buben und schiebst mit einem achselzuckenden “OK” Deine Chips in die Mitte.” Genau das tat ich dann auch, Lellouche tankte etwa drei Minuten lang und foldete. Später sagte er mir, er hätte 33 gefoldet, und ich sagte ihm, ich hätte Queens gehabt. ;-) Nach diesem Move hatte ich etwa 50k. Ich gewann noch einen Pot mit A8 gegen A7 und beendete Tag 1 mit 55′900 in Chips.

Phase 4: Der Ruhetag.

Da ich Tag 1a zugelost bekommen hatte, musste ich einen Tag Pause einlegen. Ich schlief aus, frühstückte ausgiebig und löste den Massage-Gutschein ein.  ich somit einen Ruhetag bevor Tag 2 startete. Dann sah ich noch ein wenig meinem Kollegen zu, der Tag 1b spielte und ging früh zu Bett. Die Devise am Ruhetag lautet: Erholen. Bloss keine Hektik.

Phase 5: Tag 2.

Entsprechend motiviert und konzentriert startete ich in meinen zweiten Tag. Der Turnierdirektor erklärte, dass heute fünf Levels à 75 Minuten gespielt würden. Ich sammelte mit und die Blinds ein, bevor es zu meiner Schicksalshand kam:

Eine Person aus mittlerer Position raist, der Spieler daneben coldcalled, der CO, der erst seit drei Händen am Tisch sitzt, macht ein Squeeze-Play, und ich sitze am Button mit . Mein erster Gedanke war: “Was sind meine Möglichkeiten?” Ich habe 55 Bigblinds, der Squeezer hat 48, der ursprüngliche Raiser um die 30 und der Coldcaller 35.

- Folden? Sehr schwach.
- Callen? Mal den Flop sehen, eventuell folden, wenn der ursprüngliche Raiser pusht.
- Raisen? Wenn, dann all-in.

Da ich eher der tightere Spieler bin und nicht mein ganzes Turnierleben preflop mit dieser Hand riskieren wollte, entschied ich mich für einen Call.

Überraschenderweise foldeten sowohl der ursprüngliche Raiser als auch der Coldcaller. Der Flop kam wie im Traum mit , der Squeezer checkte zu mir und ich dachte “phew, wahrscheinlich hast du zwei Zehnen, Buben oder Damen” und pushte All-In. Was dann passierte, gefiel mir leider gar nicht, er insta-callte nämlich und zeigte mir . Leider gab es keine Hilfe mehr für mich und ich musste das Turnier am zweiten Tag bereits nach 40 Minuten beenden.

Ich habe die Situation auch auf dem Pokerforum Raise.ch geschildert und es gab diverse Meinungen darüber. Die meisten waren der Meinung, dass ich preflop hätte all-in gehen müssen, da ich vielleicht und so zum folden gebracht hätte. In meinem Falle hätte es aber keinen Unterschied gemacht, da der Squeezer hielt und niemals gefoldet hätte. Das ist das schöne am Pokern, es gibt viele verschiedene Wege eine Hand zu spielen, und beim nächsten Mal kommt trotzdem alles ganz anders.

Phase 6: Was nun?

Nachdem ich nach meinem Ausscheiden einen Trauermarsch absolviert hatte, also ein bisschen den Strand entlang gelaufen wir, mit einem Whiskey Cola in der Hand, entschied ich mich dazu, am Abend ein Nightly Turbo zu spielen. Es kostete 330 Euro, man kriegte 6000 Chips, die Blinds dauerten 15 Minuten. Das entsprach genau der Disziplin, in der ich meinen ersten Titel am Swiss Masters gewinnen konnte (Swiss Ranking Kategorie E). Ein gutes Omen, das noch dadurch verstärkt wurde, dass ich auf der Tischsuche ein Glas kaputt machte. Scherben bringen bekanntlich Glück…

Leider kam es anders und ich lief nach zwei Stunden wie bereits ein paar Stunden zuvor wieder in die Asse rein. Ich hielt , auf dem Flop kam ein Bube, am Turn eine Dame, und ich hatte nichts geringeres als einen Straight-Flush-Draw. Leider kam weder die Strasse noch das Flush und ich beendete das Turnier als 35. von 97 Spielern.

Zum Glück schaute ich am nächsten Tag Rino Mathis zu, wie er am Final Table des 1000-Euro-PLO-Sidevents sass. Ich liess mich von ihm überreden, das 2000-Euro-No-Limit-Hold’em-Sidevent zu spielen, das wie im Flug vorüberging. Letztendlich wurde ich guter Vierter (von 82) und gewann 15′000 Euro. Also doch noch ein versöhnliches Ende.

Phase 7: Der Abschied.

Nach so einer Woche könnte man meinen, dass mir Poker verleidet ist, aber dem war nicht so. Am Abend vor dem Rückflug wurde in der Hotelloby fleissig online gegrindet, leider hatte ich im Zimmer kein Wireless, darum mussten wir in die Lobby ausweichen. ;-)

Phase 8: Recap.

Ich muss schon sagen, ans Herumreisen, ans Spielen dieser grossen Events und die Drinks mit den Kollegen am Abend könnte ich mich gewöhnen. ;-) Ich hatte die Gelegenheit, viele international bekannte Spieler kennenzulernen, und sie sind mir allesamt positiv in Erinnerung geblieben.

Will heissen: Ich freue mich sehr auf die erste Januarwoche. Dann fliege ich zum PokerStars Caribbean Adventure auf die Bahamas.

Ihr werdet von mir hören.

Euer raz0r.

Posted in EPT, raz0r.


Weekend Updates

Am 28. November habe ich mich entschieden das Pokerfame in Rotkreuz (ZG) zu besuchen. Es handelte sich um ein Deepstack-Turnier der ersten Klasse mit der Swiss Masters Struktur.

15′000 Chips, 45 Minuten Levels, Buy-In 160+40

Der Pokerbereich befindet sich in einer Party-Location, welche zum Schluss des Abends doch ein bisschen gestört hat, wie auch das es sich um 11er-Tische handelte und der Sitzplatz enorm eingeschränkt war. Zum Glück hatte ich jemanden links von mir der dachte ein Deepstack wird bereits im zweiten Level entschieden :)

Zum ganzen Turnier will ich nicht viel sagen, ich habe traumhaft getroffen und konnte doch einige kleine Pots nach Hause bringen. Leider habe ich die zwei grössten und wichtigsten verloren.

Nämlich AK gegen 63. Der 63-Spieler hatte sich selber getiltet, nachdem er einen Flushdraw mit 89 auf einem Board von KQJ6 nicht loslassen konnte, nachdem bereits zwei Personen vor ihm All-In waren. Nächste Hand war er im Bigblind und callte meinen raise und check-raiste mich All-In auf einem Flop von K96. LoooL ! Turn 3

Und zum Ende des Tages verlor ich noch einen Monsterpot mit AK gegen AJ. AJ hatte UTG geraist, ich gehe im Smallblind All-In und er überlegt doch recht lange und entschliesst sich zu callen. River J! Anstatt einen 100k Stack zu haben, war ich bei zirka 15k angelangt…

Nach diesen zwei Pots bin ich doch ein bisschen getiltet und wollte an Tag 2 nicht als Shortstack kommen, darum pushte ich ca. 5 Mal All-In und konnte meinen Stack wieder auf zirka. 35k ausbauen, bei Startblinds von 800/1600 und Ante 200.

Leider verlor ich noch die letzte Hand des Tages mit A9o gegen Q7 und 85.

Am Tag 2 erschienen 20 Personen, 9 bekamen Geld.

Ich pushte als Shortstack AQ, 99, AQ, 88 und niemand callte. Bis ich noch shorter wurde und mit 9 Bigblinds A2 pushte, Theo fand natürlich wieder ein Monster und callte mich natürlich mit AK. Und aus die Maus :) Schlussrang 15ter… etwa 14 Stunden Poker und Autofahrt investiert für nichts, so hart kann es zum Teil sein :(

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So, wenn ich Live nichts reisse, dann wenigstens Online dachte ich mir :)

Ich konnte endlich mal wieder in meinem früheren Lieblingsturnier, dem Sunday Warmup wieder einmal cashen. Ich wurde ca. 250ter und bekam 499$. Der Button raiste, ich ging allin mit 89s und Villain callte INSTANT mit J9o, das glaube ich doch einfach nicht…

Zudem reichte es am 20$ 20k guarantueed an den Finaltable und schied mit AK gegen 33 aus. Wieder unglaublich, diesen Holländer könnte ich erwürgen! What for a stupid play! Ich raise auf dem Button, Smallblind callt. Flop A75, SB checkt, ich raise, SB geht allin mit 33! und ich calle natürlich… Turn 3

Ein paar weitere Minicashes kamen dazu, somit habe ich den Sonntag im Plus abgeschlossen.

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Zum Wochenstart wollte ich eigentlich nichts mit Pokern am Hut haben, ein Kino Abend war geplant. Den Film “2012″ will ich mir schon länger ansehen. Leider fiel das ins Wasser, womit ich mich entschied zu HeadZH-Up.ch zu gehen. Ein Swissranking-Turnier, Buy-In 100+25, 10k Chips und 20 Minuten Levels.

Ich luckte mir 2 Flushes zusammen, eliminierte mit KQ die Asse, konnte zwei Double-Seat-Opens bewerkstelligen (AK vs QQ vs K5 und QQ vs AJ vs A7) und sonst lief einfach alles.

Rang 1 von zirka 72 Teilnehmern.

News-Beitrag von Pokeraction.info

Schöne Woche wünsche ich noch

Posted in Pokerstars, raz0r.