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Anfang und Ende reichen sich die Hände

Wie für alle Pokerspieler der Schweiz, war auch für mich der Dienstag (1. Juni 2010) einer der schwärzesten Tage meines Lebens. Nein, nicht weil Federer und die Schweizer Nationalmannschaft kläglich versagt haben, sondern dass das Bundesgericht von einem Tag auf den anderen unser liebstes Hobby verbot!

Ich kann diesen Entscheid, wie er ausgeführt und kommunziert wurde nicht verstehen, auch ab wann das Urteil, nämlich AB SOFORT, gültig ist hat mich sehr erschüttert. Keine An- und Umgewöhnungszeit, für die Veranstalter keine Möglichkeit sich darauf ein bisschen vorzubereiten, einfach nichts. Ich habe fast das Gefühl, dass diese Herren beim Bundesgericht sich gar nicht dafür interessierten, was in der Pokerlandschaft Schweiz überhaupt alles entstanden ist. Für mich macht es fast den Eindruck, dass das Bundesgericht sich nur auf die Meinung von SCV-Geschäftsführer Marc Friedrich (welcher wohl auch keinen Plan hat was in der Pokerszene Schweiz alles passiert ist, geschweige davon, dass er nicht einmal wusste das ich an der SPM-Glücksspielmeisterschaft 3 von 7 Titeln holen konnte, mit Glück offensichtlich!) gestützt hat und gar nicht auf Andere gehört hat.

Wie das Bankgeheimnis, welches von einem Tag auf den Anderen von wenigen Personen in der Schweiz gekippt werden konnte. Ich dachte immer wir sind ein demokratisches Land. Forget it!

Dabei hat sich doch alles schön entwickelt, vor 3-4 Jahren habe ich mit Kollegen begonnen in Küchen und Gartenhäusern zu spielen, ohne Regelkenntnisse, um minimale Beträge. Ich gehörte zu den Personen welche öfters gewannen als verloren und war für neue Anforderungen bereit. Ich las ein paar Bücher, habe mich im Internet informiert, Poker-Videos geschaut und so weiter und so fort. Als nächster Schritt, meine erste Station ausserhalb der Homegames, war das Casino in Baden. Vorher habe ich keinen Grund gesehen ins Casino zu gehen. Somit war dies auch ein besonderes Erlebnis; schön Anziehen, Pokern mit Dealern, andere Gesichter sehen und so weiter. Über Blindstrukturen, Deepness hatte ich keinen Plan, somit war es mir auch egal mit 2000 Chips zu starten mit 15 Minuten Blinds. lol! Der Blind 10/20 ist heute in der Schweiz gar nicht mehr bekannt. Ich wartete auf meine Asse und Könige (mache ich heute noch!) und schied dann trotzdem damit aus… :)

Meine zweite Station war ein Turnier in Friedrichshafen, wo ich mit einem Kollegen über den Bodensee fuhr um ebenfalls ein Freeroll zu spielen, wo es nebenbei noch einen Pokal und ein Ticket für einen Final zu gewinnen gab, wo es eine Reise zu gewinnen gab. Mein Kollege gewann dann prompt dieses Turnier! Ich wiederum schied mit einem Nutflush gegen einen Straithflush aus, ich weiss es noch wie wenn es gestern gewesen wäre!

Wie aus dem nichts, wurde dann bekannt, dass Poker in der Schweiz jetzt auch ausserhalb der Casinos erlaubt sei, zuerst nur als Freerolls, anschliessend auch um Geldpreise. Für mich war es das Paradies! Vorallem mein Wohnort bot mir die Möglichkeit, in der Nähe zu Pokern.

Ich fing mit 20 Franken Self-Dealing-Turnieren bei den Swissgamblers an, gewann dort kontinuierlich und stieg auf 50/100/200 Franken Turniere um und spielte anschliessend hauptsächlich gedealte Turniere bei HeadZH-Up.ch und ValuePoker. Viele andere Veranstalter habe ich auch besucht, wenn spezielle Events wie Deepstacks anstanden. Unter anderem die Swiss Poker Lounge, Pokertour, Poker Palace und House of Poker. Überall fühlte ich mich sofort willkommen und lernte neue Leute kennen.

Und seit letztem Dienstag, wurden alle diese schönen Erinnerungen und Erfahrungen auf einen Schlag zunichte gemacht. Ich weiss leider nicht wie es weitergehen soll, wieder ins Casino, wo ich meine erste Pokererfahrung machte, aber mich nie zuhause fühlte? Oder wieder in mein Zimmer an den Notebook verkriechen? Oder wieder an Turnieren teilnehmen wo ich nie weiss, wer genau das Geld hat, ob jemand zusätzlich Chips holen kann?

Im Moment weiss ich es nicht, ich stehe immer noch unter Schock.

Letzten Mittwoch habe ich wohl mein letztes Live-Poker-Turnier in der Schweiz bestritten, bei meinem Stammklub ValuePoker. Es nahmen 98 Leute am Turnier teil, Rekord! Ich sass an meinem Tisch ab, von 10 Spielern kannte ich über die Hälfte, erst so mit der Zeit wurde mir bewusst, das alles was ich jetzt mache das letzte Mal sein könnte. Es wurde noch ein bisschen geplaudert, noch Witze über das Glücksspiel gemacht und man merkte es allen Teilnehmern an, das etwas Grosses begraben wird. Viele Leute die man kennen und schätzen lernte, einen Treffpunkt hatte, all dies wird einem auf einen Schlag unter den Füssen weggerissen.

Ich hoffe, das jetzt die richtigen Leute das Steuer in die Hand nehmen und etwas bewegen können. Ich bezweifle aber, das schnell eine Lösung gefunden wird, da die Mühlen bekanntlicherweise in der Schweiz doch sehr langsam mahlen… Eine der einzigen, sinnvollen Gruppen denen ich auf Facebook beigetreten bin, ist diese “Pokern fürs Schweizer Volk”-Gruppe, von den anderen halte ich nicht allzu viel, da diese ohne Ideen und Lösungsvorschläge an die Sache rangehen und zum Teil nur darauf aus sind, viele Mitglieder zu sammeln. Alles Kurzschlusshandlungen, die unter Emotionen entstanden.

Naja, dann bleibe ich halt wie die ZSC-Lions (Champions League Sieger im Eishockey) erster und einziger dreifacher Swiss Poker Champion.

Cheers!
raz0r

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Final Destinaton: Berlin

So, seit einer Woche ist auch die EPT Berlin vorbei und wie sicherlich bereits alle gehört haben, hat Marcel “choeli” Koller gross abgeräumt! Wie aber auch noch andere Schweizer wie Leon Burkhard und Stefan Huber.

Grosses gibts von mir nicht zu berichten, das Hotel “Grand Hyatt” war super, der Flug sehr kurz und diesmal meine ganze Holdem-Crew im Rücken! Was kann da noch schiefgehen? Ich hatte mir für dieses letzte Package viel vorgenommen. Ein bisschen tighter und vorsichtiger zu spielen, um vielleicht endlich auch mal zu cashen und den dritten Tag an einem grossen Turnier zu erreichen. Am WSOP Main Event, an der EPT Portugal und am PCA auf den Bahamas bin ich jeweils immer an Tag 2 gescheitert.

Und es fing auch super an, an meinem Tisch Boris Becker, Marco Matthes (bester deutscher WSOP-Teilnehmer 2009) und Moritz Kranich (Sieger eines FTOPS-Events). Ständig Fotografen, Kameras und Blogger um unseren Tisch, was mich ja eigentlich nicht sonderlich störte, da ich Kopfhörer dabei hatte.

Wie wenn das alles nicht genug wäre, bekomme ich bereits in der fünften Hand und mache einen Raise auf 250 (Blinds starteten mit 50/100, Startstack 30′000), der Button bezahlt und Boris Becker im Bigblind macht 850. Oh Mann, dachte ich, in was reite ich mich da wieder hinein! Vorbei war es mit der Tightness, ich callte also den Squeeze von Becker und der Button zahlte auch nach.

Es erschien ein Traumflop: KKJ ! Full-House!

Zu meiner Überraschung checkte Becker, ich tat es ebenfalls, in der Hoffnung, der Button würde anspielen, aber nichts geschah. Auf dem Turn erschien eine und Becker spielte 600 in einen 2600er Pot an. Ich hoffte, er hätte jetzt sowas wie , also die Strasse, schlagen würde ich aber auch noch und . Darum callte ich diesen komischen Raise nur, der Button foldete. Auf dem River kam eine weitere an, die mir überhaupt nicht gefiel, ebensowenig wie die Tatsache, dass Becker jetzt plötzlich 1800 anspielte. Was soll das?, dachte ich mir. Und callte mit einem Zögern und den Worten: “I played so bad” und Becker zeigte mir einen Vierling Könige! Wow dachte ich zuerst, da habe ich wohl ziemlich das Minimum verloren, sogar fast noch weniger, wenn ich auf dem River gefoldet hätte, was ich normalerweise auch mache. Vielleicht war das der Becker-Effekt?

In der nächsten Hand bekam ich dann als Entschädigung , doch der Pokergott bescherte mir einen Flop mit und … Danke!

Am ganzen Tag lief überhaupt nichts zusammen, ich traf nichts, wenn ich mit Crap raiste, wurde ich ge3bettet, und was eine Strasse oder ein Flush war, hatte ich längst vergessen. Bis meine finale Hand kam, im zweitletzen Level des Tages:

Ein looser Spieler rechts raiste in mittlerer Position, ich bezahlte nur mit , einerseits mit dem Gedanken, ihm eine Falle zu stellen, zum anderen war der Big Blind für seine Squeezes bekannt. So kam es dann auch, der BB erhöhte nochmals, worauf der loose Spieler zirka 3-5 Minuten überlegte und sich schliesslich für einen Push entschied. Er war ja auch schon ziemlich short. Ich gab ihm eine Hand wie , oder . Ohne gross zu überlegen, pushte ich auch, da ich endlich auch mal Big Stack spielen wollte (war den ganzen Tag nie über Startstack hinaus gekommen und Tag 2 bereits paar Mal hinter mir hatte…).

Kaum hatte ich alle meine Chips in die Mitte geschoben, verkündete der BB freudig einen Call und knallte seine Aces auf den Tisch. Wieder einmal die Aces, wie kann so etwas gehen? Seit der EPT Portugal, welche Ende November stattfand, war ich an zirka 32 Live-Events (handgelenk * pi auf Buy-In.ch nachgeschaut) und bin acht Mal gegen die Aces gerannt, es ist einfach unglaublich! Wie übrigens auch wieder dieses Wochenende an der SPMT in Aarau.

Ansonsten hat mir Berlin sehr gut gefallen. Also zumindest das, was ich davon mitbekommen habe, was leider nicht sehr viel war…

Ich spielte noch ein €330-Turbo Turnier, verlor mit gegen und am Schluss mit gegen , wie auch das €1100-Event, welches aber durch den Überfall abgesagt wurde. Den Überfall habe ich hautnah miterlebt, es war sehr komisch, da niemand genau wusste, was abgeht. Und wenn alle unter den Tisch gehen, dann macht man dies halt auch. Ich war gerade in eine Hand verwickelt und schlussendlich wurde dieses Turnier dann ganz abgebrochen und ich bekam ein paar Stunden später das Buy-In ohne Probleme zurück. Einen kleinen Schock hatte ich aber schon, und weiterspielen hätte ich auch nicht mehr können.

Alles in allem war es eine amüsante Woche mit meiner Crew, wir richteten jeweils in der Spielbank im Fumoir unseren Treffpunkt ein, wo sich die Schweizer Delegation und ein paar Österreicher :D jeweils traf und den Tag Revue passieren liess.

Das wars dann also mit raz0r on Tour, ohne ein bisschen Glück kommt man leider doch nicht weit an einem Turnier, ich hoffe dies wird sich wieder bessern! Denn in letzter Zeit macht Poker schon nicht mehr soviel Spass…

Alles Gute!

raz0r

Quelle: http://www.pokeraction.ch/blogs/blog-artikel/archive/2010/march/16/article/final-destination-ept-berlin.html

Posted in EPT, Hooooldem-Crew, raz0r.


Final Destination: EPT Berlin

Kopiert von http://www.pokeraction.ch/blogs/blog-artikel/archive/2010/february/28/article/berlin-berlin-wir-fliegen-nach-berlin.html

Berlin, Berlin, wir fliegen nach Berlin

Wie man so schön sagt, alle guten Dinge sind 3, das werde ich doch auch für mich hoffen :)

Nächste Woche beginnt in Berlin das grösste Turnier des Landes, die EPT Berlin! Maximum 1000 Leute können mitmachen, wer weiss ob die Grenze gesprengt wird?

Eines meiner drei Packages ist noch übrig, ich hatte die Wahl zwischen San Remo oder Berlin, habe mich dann aber schlussendlich für den einfacheren Anreiseweg wie auch die dort ansässige Sprache entschieden.

“Wir” fliegen nach Berlin? Richtig gehört, ich werde nicht alleine gehen, sondern mit unserer Holdem-Crew (www.holdem-crew.ch) Leider sind wir nicht ganz komplett, aber zu Viert wird es sicherlich auch lustig. Wie ihr bereits auch schon mitbekommen habt, wird Werni Sutter (Sieger SwissRankingFinaltable) auch vor Ort sein, wie ich gehört habe auch die Huber-Brothers, Ronny Kaiser und wahrscheinlich noch viele weitere.

Erfolge wie an der jetztigen CAPT wären schön, allerdings nicht so einfach machbar :)

Ich freue mich auf das einwöchige EPT-Abenteuer und bin gespannt was Berlin sonst noch zu bieten hat. Ich werde am Mittwoch, Day 1b spielen. Das Grand Hyatt wo ich übernachten werde sieht ja schonmal nicht übel aus… ;)

Morgen Sonntag ist noch ein Bootcamp unserer Crew angesagt, wir werden den Sonntag noch mit Online-Grinding zusammen verbringen, bis wir am Montag abfliegen, unser Zimmer beziehen können und gleich zur EPT-Players Party einchecken werden.

Kleinere Updates und Sidebets werden auf unserer Homepage veröffentlicht, Major-Updates hier auf PokerAction.ch

Cu in Berlin

Posted in EPT, Hooooldem-Crew, raz0r.


WBCOOP Event auf PokerStars

PokerStars veranstaltet ein Blogger Event, genauer genannt WBCOOP, was soviel bedeutet wie World Blogger Championship of Online Poker. Mehr Infos erhältlich hier: http://www.pokerstars.com/blog_tournament/

Online Poker

I have registered to play in the WBCOOP PokerStars World Blogger Championship of Online Poker! You too can Play Poker Online at PokerStars.com and take part in the WBCOOP which is open to all Bloggers by registering on WBCOOP to play.

Registration code: 751611

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PCA Bahamas 2010 Recap

Bahamas Part 1: Eingerichtet

Nachdem der Rausch am 1. Januar ausgeschlafen war, ging es ans Packen. Wie meine Packliste aussieht, wisst ihr ja bereits, nur diesmal kam eine Besonderheit dazu: Badehose nicht vergessen!

Als wir (mein Bruder Dominic begleitet mich) mit Delta Airlines über Atlanta in Nassau angekommen waren, bezogen wir unser Hotel, das Nassau Palm. PokerStars bezahlt 8 Nächte im edlen Atlantis Resort, und da die Nacht dort um die 300 bis 450 Dollar kostet, entschieden wir uns, zuerst in ein kostengünstigeres Hotel zu ziehen.

Der Zeitunterschied zur Schweiz beträgt übrigens 6 Stunden, aber auch hier ist Winter. Am ersten Tag störte uns dies aber nicht und wir haben den Strand unsicher gemacht. Leider macht siche eine kleine Enttäuschung breit, war der Strand doch voller Steine, der Himmel stark bewölkt und der Wind extrem stark. Ein bisschen gefroren habe ich schon :( Dass die Preise happig sind, da vieles importiert werden muss, wussten wir bereits im Voraus. In etwa kann man sich Schweizer Preise in Touristengebieten vorstellen.

Unser Hotel lag auf der Insel New Providence, das ist die mit der grössten Bevölkerungsdichte. Es gibt diverse kleine Shops mit Soft-Drinks, T-Shirts und sonstigen einheimischen Souvenirs wie aus Holz geschnitzen Köpfen. Sogar einen Subway und McDonalds haben wir entdeckt. Die Einwohner sind sehr offen und freundlich, nur an der Geschwindigkeit könnte noch etwas gearbeitet werden :)

Nach zwei Nächten im Nassau Palm konnten die Ferien dann so richtig beginnen, wir zogen in die Royal Towers des Atlantis Hotels auf der sogenannten Paradise Island. Das sind Welten! Das Wetter ist zwar das gleiche, aber es hat keine Steine am Strand :)

Der Hotelkomplex ist riesig und obwohl wir jetzt schon zwei Tage hier sind, habe ich das Gefühl, noch nicht einmal die Hälfte davon gesehen zu haben. Nichtsdestotrotz haben wir bereits einige Schweizer gesichtet. Stefan und Michael Huber, Ronny Kaiser und Mojo sind alle hier. Die drei Erstgenannten spielen heute ihren Day 1A, leider habe ich keine Infos über Chipstände, da ich erst gerade von einer Massage aus dem Spa zurückgekommen bin :)

Ausser dem Spa gibt es noch viele andere Dinge, mit denen man sich hier die Zeit vertreiben kann:

- Alle Arten von Tauchen (Schnorcheln, Scuba-Diving, usw.)
- Wasserpark (Pools, Rutschbahnen, Schwimmen mit Delphinen usw.)
- Kino (Gestern lief “Rounders”)
- Casino (Slotmachines, Blackjack, Roulette, Craps, Let it Ride, Caribbean Stud)
- Gamer-Raum mit Arcade Maschinen
- Shopping

…und vieles mehr. 1150 Dollar an Spesen sind im PokerStars-Paket inbegriffen, mit der Zimmerkarte kann das Guthaben genutzt werden.

Von meinem Hotelzimmer aus dauert es rund 10 bis 15 Minuten, bis ich im Poker Room, gekennzeichnet mit “Convention Center”, bin. Normalerweise wird auf den Bahamas kein Poker angeboten, die zwei PCA-Wochen bilden da eine Ausnahme. Den Event 2 habe ich bereits gespielt, ein $200-NLHE-Turbo: 5000 Chips, 15 Minuten Levels. Ich bin als zirka 90ster von 230 ausgeschieden mit 99 gege AQ. Die Dame auf dem River machte meine Hoffnungen zunichte :(

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eindruck meiner bisherigen Erlebnisse von den Bahamas übermitteln. Heute Mittwoch ist mein Starttag Tag 1B (Tisch 38, Platz 3), um 12 Uhr Lokalzeit (18 Uhr in der Schweiz) gehts los!

Danke fürs Lesen und Daumen drücken!

Bahamas Part 2: Das Turnier

Hier ein kleines Recap meines Starttages 1B…

Super Struktur und keine Karten = Alptraum!

Bekannte Namen an meinem Tisch waren Darus Suharto (WSOP 08 Finaltable) und Billy Gazes, ein Full-Tilt-Pro.

#1
In Level 4 (Blinds 150/300) bekomme ich 99 UTG. Mein Raise von 850 wird von zwei Personen gecallt. Flop ist T98 Rainbow. Ich mache eine Contibet von 1400 und werde von einer Person gecallt.

Turn ist eine bedeutungslose 2, und da ich meinem Gegner etwas wie JT oder AT gab, checkte ich, in der Hoffnung er würde setzen. Er checkte aber behind. Der River eine 4 und wiederum checkte ich, diesmal spielte mein Gegner potsize an (5500) und ich war mir der Sache schon nicht mehr so sicher und callte nur. Tatsächlich zeigte er mir die Nuts, er hatte mit QJ die Strasse gefloppt. Damit war ich down von 30′000 auf ca. 18′000. Da bin ich wohl noch gut weggekommen!

#2
Mit meinen 18k habe ich mich bis ins Level 7 (300/600 Ante 75) durchgeschlichen, bis ich das erste Mal die Aces gedealt bekam. Ein neuer Spieler raiste seine erste Hand am Tisch, auf 1500, der nächste Spieler raiste ebenfalls, auf 4300, ich shippe auf dem Button meine 18′000 und erstaunlicherweise geht der Big Blind ebenfalls all-in, er coverte mich. Die ursprünglichen Raiser foldeten beide. Ich trat gegen an. Auf dem Flop kam die und die , was meinem Gegner einen Flush Draw wie auch einen Gutshot gab. Ich konnte das Ganze nicht mitansehen und war doch sehr erfreut, als mir der Dealer die Chips rüberschob. Up auf ca. 42′000! Der 3-Better teilte mir noch mit, dass er TT gefoldet hatte… zum Glück ging der Big Blind all-in, sonst hätte er mich wohl gecallt.

#3
Im letzten Level des Tages (8, 400/800 Ante 100) erhalte ich under the gun JJ und raise auf 2500. Ein Shortstack pusht all-in mit 8500 was ich natürlich calle, er zeigt mir TT. Die Freude währte aber nur kurz, zu meinem Grauen floppt mein Gegner gleich Quads… TT2. Und wieder bin ich runter auf 34′000…

#4
Ein paar Hände später erhalte ich wieder JJ und eröffne den Pot, der Small Blind callt mich und der Flop erscheint 985, der Gegner checkt zu mir und ich Contibette. Der Small Blind pusht darauf all-in mit rund 20′000, ich tanke etwa 3-4 Minuten und folde offen meine Jacks. Mein Gegner (immerhin war es nciht der, gegen den ich das All-In verlor) reibt mir wieder die Zehner unter die Nase, und ich frage mich, was ich mir dabei gedacht habe…

Als noch zehn Minuten zu spielen waren, wurde die Clock angehaltet und noch vier Hände gespielt. Den Tag konnte ich schlussendlich mit 30′400 Chips abschliessen, einem Plus von grandiosen 400 Chips. :)

Morgen um 12 Uhr gehts weiter mit Blinds 500/1000, auf bessere Karten und Hooooldems!

Bahamas Part 3: Das Aus

Ja, leider hat es mich an Day 2 erwischt. Trotzdem bot der Tag so einiges an Spannung und Überraschungen.

Donnerstag, 7. Januar 2010, Tag 2 des PokerStars Caribbean Adventure steht an. Ich liege noch im Bett, als mein Handy klingelt. Ein Freund aus der Schweiz ruft an und teilt mir mit, dass ich mit Phil Fucking Ivey am Tisch sitzen werde. Wow! Schnell das Notebook einschalten und die Tischauslosung anschauen. Es stimmt tatsächlich! Ich war dann doch ein bisschen auf dem Häuschen. Dass Nam Le ebenfalls an meinem Tisch sass (Nummer 97 von 100), ging dabei fast ein wenig unter.

Als ich dann am Tisch sass, machte ich es mir auf meinem Stuhl bequem, und dann kam er wirklich: The one and only… Phil Ivey! Unglaublich, wie ein Pokerspieler die Massen anziehen kann. Im Schnitt stand ein halbes Dutzend Leute herum, die ihn fotografierten.

Mit den Kopfhörern im Ohr packte er seine Chips aus, zwischendurch tippte er auf seinem Handy herum. Eine Person am Tisch fragte ihn dann noch gleich, ob er um $300 Props (Sidebets) spielen wolle, was er aber dankend ablehnte.

Leider sass ich nur für insgesamt 18 Hände an diesem Tisch, denn es ging sehr zügig mit dem Auflösen der Tische, und da bei Tisch 100 angefangen wurde, waren wir schnell an der Reihe. Ivey spielte nur eine Hand: Als Nam Le auf 2700 erhöhte, machte Ivey daraus 8500 und alle foldeten. Genau wie mein Vorbild spielte auch ich nur eine Hand, nämlich die Letzte. Das Floorpersonal stand schon um unseren Tisch herum, alle foldeten, der Button machte den Standardmove und ich hatte im Big Blind und pushte all-in. Ein bisschen genervt zeigte der Button und machte sich daran, den Tisch zu wechseln.

Ein kleiner Bericht von unserem Tisch war übrigens auch auf dem PokerStars-Blog zu finden (”12:20 Uhr: Tag 2 läuft”).

Ich wurde an den Tisch 59 gezügelt und das Dilemma von gestern ging weiter, no Cards! Nach einem missglückten Steal (Raise vom Cutoff mit und einer Barrel auf einem Flop von ) musste ich dann aufgeben und hatte noch um die 21’000 an Chips. Mein Stack schmolz langsam dahin.

Ich hielt mich mit All-In-Moves (, , ) über Wasser, die zum Glück alle nicht gecallt wurden, bis urplötzlich, kurz nach der ersten Pause (ab Tag 2 sind es 75 Minuten Levels und immer anschliessend 15 Minuten Pause), die Post abging.

#1
Mit konnte ich nach einem Raise all-in gehen, leider wurde ich nicht gecallt. Trotzdem nehme ich jeden Chip :)

#2
Mit eröffnete ich den Pot und kriegte einen Caller. Der Flop war und ich hielt den . Somit hatte ich einen Royal-Flush-Draw, Gutshot und Flushdraw. Mein Raise auf dem Flop wurde gecallt und ich dachte schon, oh mann, das blöde Ass. Zum Glück erschien aber der dritte König auf dem Turn und nach einem weiteren Raise von mir schüttelte mein Gegner nur den Kopf (ich vermute, dass er dachte, ich hätte nun die Strasse mit der Dame).

#3
Nach einem weiteren Button-Raise erhielt ich im Small Blind und ging wieder all-in, wiederum ohne Call.

#4
Mit eröffnete ich den Pot und erhielt die Blinds.

Ich war doch ein bisschen genervt. Endlich erhalte ich Karten, kann aber keinen Profit daraus schlagen ;(

Mit 42’000 und kurz vor dem Ende des Levels wurde der Tisch wieder aufgelöst, das ging aber schnell! Innerhalb von 150 Minuten (2 Levels, je 75 Minuten) wurden 41 Tische aufgelöst und ich kam an den Tisch 55. Super, dachte ich mir, da werde ich 10 Minuten sitzen, bis auch diese Tisch wieder aufgelöst wird. Zuerst gab es aber noch ein Pause, bevor das nächste Level (1000/2000 Ante 200) begann.

An meinem neuen Tisch erkannte ich nur Kathy Liebert. Es waren 2 Hände gespielt nach der Pause, bis sich meine verheerende Hand abspielte:

Der Cutoff raiste auf 5000, der Button callte und Kathy Liebert (Stack  rund 66k) squeezte im Smallblind auf 21’000. Jetzt schaute ich meine Karten an und sah . Hmmm, was tun? Ich habe 42’000, somit 21 Big Blinds, und dass bei diesen Turnieren nach einem Raise und anschliessendem Call nochmals geraist wird, ist ziemlich Standard. Natürlich wusste ich, dass Kathy mich callen würde, also gab es für mich keine andere Wahl: All-In. Es wurde bis zu Kathy gefoldet, sie callte mit einem Achselzucken und zeigte… . Mannnnnnnnnnnnnnnnnnn!

Das Board brachte mit keine Hilfe und somit war mein Turnier, das erst gerade richtig begonnen hatte, bereits vorbei. Ich schaute auf die Tafel und sah, dass noch zirka 600 Personen im Turnier waren. 224 kamen ins Geld. So schade, dass es wieder nicht klappte.

Am Abend wurde dann noch eins über den Frust getrunken, aber so richtig!

Dann mache ich jetzt halt Ferien! ;-) Pläne, was ich noch machen und spielen werde, habe ich noch nicht, das wird sich alles ergeben.

Ich danke allen, die mir in der Schweiz die Daumen gedrückt haben und verabschiede mich mit diesem Blog von den Bahamas.

Gruss
raz0r

Links zum Thema:
Pokeraction News Beitrag
Pokerstars Blog Beitrag
Pokertoday Day2

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